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24.10.2013 10:00:13
Hut ab und meine vollste Hochachtung. Eine sehr informative und gelungene Seite.
alentuatt
14.02.2013 16:47:23
Super Seite. Vielen Dank.
06.11.2012 11:02:09
Nun bin ich gespannt wie mir deine Seite gefällt...
Annette
28.09.2012 21:24:33
Sehr schön gemacht. Die WebCam gefällt mir besonders
08.09.2012 17:59:22
tolle seite Wink
Das Nonnenkloster

Das Nonnenkloster in Neustadt/Holstein

Zu den ältesten geistlichen Stiftungen gehört in Neustadt nächst der Stadt-
kirche wohl das Kloster. Auch als dessen Gründer wird Adolf IV genannt,ohne
daß es der kritischen Forschung bisher gelang,dafür einen eindeutigen Beweis
zu liefern.
Da der Graf das Augustinerordenskloster in Neumünster "von den Weiblein gesäubert und sie weit von da weggeschafft hatte",vermutet man,daß Neu-
stadt Unterbringungsort der Nonnen geworden sei.
Der Anfang des Klosters liegt für uns im dunklen. Ein Blick auf den Stadtplan
aber zeigt eindeutig, daß von Beginn der Stadtanlage her, auf dem späteren
Klosterhofgelände, eine größere Fläche von anderer Bebauung ausgenommen
wurden.
Weil die Burgstraße als durchgehender Straßenzug des Grundrisskreuzes von
der Marktecke zur Marktmitte verschoben liegt,dürfte daraus der Schluss ge-
wagt werden,daß zum Zeitpunkt der Stadtgründung auf dem Kosterhofgel-
ände bereits eine Gebäudeanlage vorhanden war.

Der Mangel an urkundlichen Nachrichten über die Anfangszeit des Neustädter
Klosters beruht vielleicht darauf, dass die Augustinerregel wie alle Bettel-
mönchsordnungen ihren Klöstern keinerlei Grundbesitz außerhalb des Kloster-
geländes gestatteten.Vielleicht sind schriftliche Nachrichten aus dem Anfang
eines Neustädter Klosters auch durch Stadtbrände vernichtet worden.

Aus dem 14.Jahrhundert liegt ein Bericht aus dem holländischen Kloster
Hasselt, der so genannten Schwestern vom gemeinsamen Leben vor, der von
einer Kolonie in Neustadt in der Diöcese Lübeck redet. Als nämlich im 14.
Jahrhundert in zahlreichen Städten des westlichen Deutschlands Gemein-
schaften von Brüdern oder Schwestern vom gemeinsamen Leben entstanden,
die durch fleißige Arbeit sich hervortaten,er kannte man in weiten Kreisen die
Vorteile einer derartigen, nicht vom starken Klosterzwang, sondern mehr vom
freien willen getragenen Wirksamkeit,welche den trotz seiner strengen Regeln
zur Liederlichkeit neigenden Leben mancher einzelnen Nonnenklöster an Ernst
und Erfolgen weit überlegen war.

Aus der Zeit dieser Belebung haben wir verschiedene schriftliche Nachrichten
über das Neustädter Nonnenkloster. Um 1460 berichtet der Klosterreformator
Busch anlässlich einer Visitationsreise über Zwistigkeiten zwischen dem Neu-
städter und Lübecker Kloster. Von seiten der Landesherrschaft wird der
Konvent als zum Augustinerorden gehörig angesehen,denn 1461 sichert König
Christian I in seinem Verbittelsbrief den geistlichen Schwestern des Ordens
"Sancti Augustini in Neustadt" den Schutz ihrer Güter und Abgabenfreiheit zu.

Aus den Urkunden geht hervor, dass das Kloster Grundbesitz auf dem Stadt-
felde erworben hatte, was eigentlich der Augustinerregel zuwider lief. Dass
das Kloster auch in Lübeck bekannt und geschätzt war, beweisen einige Le-
gate dieser Zeit, die ihnen vom Lübeckern gestiftet wurden (1464,1466). In
dem einen werden die Nonnen „die grauen Begynen“ genannt, was wieder an
den holländischen Klosterbericht erinnert, in anderem die geistlichen Schwe-
stern und weiter „den Kinderen to der Nyestad".
1475 wird in Rostock genannt: Johannes Spikermann, Klosterbruder des Klo-
sters der Brüder in Herford und Beichtvater der frommen Jungfrauen und
Schwestern von Neustadt im Lande Holstein.

In den folgenden Jahren scheint das Kloster zu verkommen, denn 1590 gibt
Herzog Johann Adolf die bis dahin noch stehenden vier Buden, sowie 1,5
Viertel Acker und weitere 2 Viertel Acker aus anderem Besitzverhältnis in die
Verwaltung des Klosters Cismar.

Nach häufigem Besitzerwechsel erwarb 1781 die aus Mecklenburg zuge-
wanderte Familie Abel, die das Grundstück bis zum Verkauf an die Stadt
Neustadt 1963 ununterbrochen besaß.

Die Stadt Neustadt, als neuer Besitzer, hat 1964 alle Gebäude abbrechen
lassen. Durch Generationen hat sich in Neustadt die Sage gehalten, das vom
Klosterhof aus unterirdische Gänge zum Kalandshaus in der Brückstraße, zur
Kirche oder etwa zur Burg bestanden haben sollen. Davon hat sich allerdings
nirgends eine Spur erhalten.

1826 hat man letzte Reste eines niederen älteren Klosterbaues zwischen dem
Wohnhaus und Stall bis auf einen kleinen Mauerrest im Keller abgebrochen.
1947 stieß man bei Umbauarbeiten auf alte Fundamentreste. Der alte Keller-
raum ist 1964 zugeschüttet worden, ebenso die in der Nähe auf dem Gelände
befindliche Quelle mit dem Teich. Jetzt erinnern in Neustadt nur noch die
Namen Klosterhof und Klosterstraße an das ehemalige Neustädter Kloster.




Ein Teil der Mauerreste, die 1988 wieder ausgegraben wurden und dann vom
Straßenkörper wieder zugedeckt worden sind.



(Quelle : Neustadt-Bilder zur Stadtgeschichte-, J.H. Koch, Geigerverlag, 1989, S. 25)


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