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24.10.2013 10:00:13
Hut ab und meine vollste Hochachtung. Eine sehr informative und gelungene Seite.
alentuatt
14.02.2013 16:47:23
Super Seite. Vielen Dank.
06.11.2012 11:02:09
Nun bin ich gespannt wie mir deine Seite gefällt...
Annette
28.09.2012 21:24:33
Sehr schön gemacht. Die WebCam gefällt mir besonders
08.09.2012 17:59:22
tolle seite Wink
Mythos Störtebeker
 

Der Mythos Störtebeker und Neustadt

1. Mythos
Auf der Insel im Neustädter Binnenwasser, die jetzt noch "Burg" genannt wird, hatte der Seeräuber Klaus Störtebeker in den alten Burgruinen Unterschlupf gefunden. Eines Tages ging er, wie ein Raubritter verkleidet, am Strand entlang nach dem hohen Ufer.
Von hier hiel er Ausschau nach den Schiffen der Kaufleute. Unterwegs traf er ein Bauernmädchen aus Merkendorf, die dem Vater den Nachmittagstrunk nach der Wiese bringen sollte. Störtebeker fand Gefallen an dem Mädchen, versprach ihm eine goldene Kette, noch schöner, als die adelige Frau auf Sierhagen sie trug und entführte sie auf seine Burg.
Große Trauer war im Elternhause des Mädchens in Merkendorf, denn es war das einzige Kind. Die Mutter fing an zu kränkeln und starb aus Gram über den Verlust der Tochter. Der Vater hoffte von Tag zu Tag auf die Wiederkehr. Zehn lange Jahre verbrachte das Mädchen als Störtebekers Weib auf der Burg. Da wurde Störtebeker von seinem Schicksal erfasst und sein Haupt fiel unter dem Beil des Scharfrichters auf dem Grasbrock bei Hamburg. Sein Weib trauerte um ihn und ging nun mit ihren sieben Söhnen zu dem Vater nach Merkendorf. Als die Bauern erfuhren, dass Störtebeker zehn Jahre lang ein Mädchen ihres Dorfes auf der Burg gefangengehalten hatte, zogen sie nach der Burg und zerstörten die letzten Ruinen so gründlich, dass auch nicht einmal die Spuren der Grundmauern erhalten blieben.
So ist es zu erklären, dass von der Burg, die einst die Wenden gegen die vordringenden Germanen erbauten und die später dem Störtebeker als Schlupfwinkel diente, nichts weiter als der Name "Burg" erhalten geblieben ist.

2. Mythos (Wikipedia)
Die genaue Herkunft von Störtebeker ist nicht bekannt. Vermutungen zufolge stammt er aus der Gegend um Rotenburg (Wümme) / Verden (Aller), anderen Meinungen nach aus Wismar. Im Liber proscriptorum, dem "Verfestungsbuch" der Stadt Wismar, ist im Jahre 1380 ein Vorfall fesgehalten, wonach 2 Wismarer Brüder aus der Stadt gewiesen wurden, weil sie einem anderen in einer Schlägerei verschiedene Knochenbrüche zugefügt hatten. Der Betroffene der Auseinandersetzung wird als "Nicolao Stortebeker" bezeichnet. Es spricht einiges dafür, dass dieser Nikolaus Störtebeker später als Klaus Störtebeker in die Geschichte einging.
Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem niederdeutschen "Stürz den Becher") wegen seiner Trinkfestigkeit als Spitznamen verdient. So soll er der Sage nach einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier ohne abzusetzen in einem Zug leergetrunken haben.
Ins öffentliche Bewusstsein trat Störtebeker nach der Vertreibung der Vitalienbrüder von der heute schwedischen Insel Gotland als Kapitän der Likedeeler (Gleichteiler). Dort hatten die Vitalienbrüder, die sich als Freibeuter selbstständig gemacht hatten, von 1394 bis 1398 Schutz hinter den Mauern der Stadt Visby auf der Insel gesucht. Ursprünglich unterstützten sie König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Magarethe I. und betrieben dazu auch Seeräuberein in Nord- und Ostsee. Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen.

Schon seit 1396 hatte Störtebeker auch Unterstützung in Marienhafe, Ostfriesland, wo er eine Tochter des friesischen Häuptlings Keno ten Broke geheiratet haben soll. Zugleich soll ihm in der Kirche St. Marien Unterschlupf gewährt worden sein, weshalb der heute noch vorhandene Kirchturm auch „Störtebekerturm“ genannt wird. Diplomatischer Druck seitens der Hansestädte führte zum Verlust dieser Operationsbasis. Am 15. August 1400 beurkundete Herzog Albrecht I. von Bayern und Graf von Holland und Hennegau einen mit den Vitalienbrüdern geschlossenen Vertrag. Diesem zufolge nahm er 114 Vitalienbrüder auf und stellte sie unter seinen Schutz. Dabei werden acht Hauptleute namentlich genannt, darunter ein Johan Stortebeker. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich ein weiterer Anführer mit dem Namen Störtebeker in den Vordergrund gedrängt hat. Darum kann angenommen werden, dass Klaus Störtebeker nicht wie Gödeke Michels nach Norwegen geflohen ist, sondern sich weiterhin nahe der Nordsee aufgehalten hat.
Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein.

Am 22. April 1401 wurde Klaus Störtebecker von einem Verband hamburgischer Friedeschiffe unter Nikolaus Schocke und Hermann Lange, beide Hamburger Ratsherren und Englandfahrer, vor Helgoland gestellt und nach erbittertem Kampf gefangen genommen und auf der Bunten Kuh nach Hamburg gebracht. Angeblich soll dieser Erfolg erst durch die Hilfe eines Verräters ermöglicht worden sein, der unbemerkt flüssiges Blei in die Steueranlage goss und damit Störtebekers Schiff manövrierunfähig machte – alternativ wird dies mit der Zerstörung des Hauptmastes durch Geschosse der Bunten Kuh erklärt.

Klaus Störtebeker wurde am 21. Oktober 1401 mit 72 Gefährten, unter ihnen sein Steuermann Humbert Grobherz, auf dem Grasbrook vor Hamburgs Hafeneinfahrt durch den Scharfrichter Rosenfeld aus Buxtehude enthauptet. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker den Richtblock vor die Füße warf (laut einigen Quellen ihm ein Bein stellte). Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Eine weitere Legende um seine Hinrichtung besagt, dass der Scharfrichter Rosenfeld alle Enthauptungen selbst und fehlerfrei durchgeführt hätte – bei immerhin 73 Enthauptungen am Stück eine ungewöhnliche Leistung. Als ihn ein Mitglied des anwesenden Rates darob lobte, soll er geantwortet haben, das sei noch gar nichts, er könne auf Wunsch auch noch den gesamten versammelten Rat abtun. Daraufhin wurde er selbst in Gewahrsam genommen und vom jüngsten Ratsmitglied enthauptet. Die Köpfe wurden zur Abschreckung längs der Elbe aufgespießt. Hinterlassenschaften Störtebekers, wie sein berühmter Trinkbecher, wurden beim Großen Hamburger Brand 1842 zerstört.

Die Sage will außerdem wissen, dass Störtebeker dem Senat, nachdem ihm das Todesurteil verkündet wurde, für Leben und Freiheit eine goldene Kette anbot, deren Länge um die ganze Stadt reichen sollte – was der Senat aber mit Entrüstung zurückwies. Als man den legendären Goldschatz der Likedeeler nicht finden konnte, wurde das Schiff an einen Schiffszimmermann verkauft. Als dieser die Säge ansetzte, um das Schiff zu zerlegen, traf er auf etwas Hartes: In den Masten verborgen war der Schatz, einer mit Gold, der andere mit Silber, und der dritte mit Kupfer angefüllt; und er ließ aus dem Gold eine Krone für den Turm der Hamburger St.-Katharinen-Kirche anfertigen.

3. Mythos (Wikipedia)
In einem Aufsatz beschäftigt sich der Historiker Gregor Rohmann mit der Person Klaus Störtebekers. Rohmann nutzt dazu als Quellen vor allem, zuvor eher vernachlässigte, zeitgenössische Gerichtsakten und Archivdokumente. Der Historiker kommt zu dem Schluß, dass sich die Quellen zu Klaus Störtebeker in Wirklichkeit auf einem Mann namens Johann Stortebeker beziehen, einem Kaufmann, Kapitän und Fehdehelfer aus Danzig. Der Name Johann Stortebekers findet, im Gegensatz zu einem Klaus Störtebeker, in historischen Quellen mehrfach Erwähnung, erstmals in deutschen Gerichtsakten im April 1405. Demzufolge wurde ein Kaufmann Johann Stortebeker zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er eine Handelsperre preußischer Städte gegen England missachtet haben soll. Im Jahr 1413 wurde der Kapitän Johann Stortebeker vom englischen König, Heinrich V. mit 40 Mann Besatzung unter Vertrag genommen, um englische Handelsschiffe zu beschützen. Vermutlich wurde derselbe Johann Stortebeker auch schon am 15. August 1400 von Albrecht von Holland zusammen mit 114 Vitalienbrüdern angeworben, um dessen schärfste Konkurrenz im Handel, die Hanse, zu schwächen. In diesem Abkommen wird ausdrücklich ein Johan Stortebeker genannt. Johann Stortebeker aus Danzig war vor allem Kaufmann und professioneller Fehdehelfer, er war dagegen wohl kein Gesetzloser und sicher kein Pirat.
Im Hinblick auf die Quellenlage spricht vieles dafür, die Geschichten und Berichte um den Piraten Klaus Störtebeker, dem Danziger Kapitän Johann Stortebeker zuzuschreiben. Sollten sich die Erkenntnisse bestätigen, dann ist Störtebeker weder 1401 auf dem Hamburger Grasbrook hingerichtet worden, noch ist „Nicolao Störtebeker“ aus dem Wismarer Verfestungsbuch mit dem Kapitän Störtebeker identisch. Auch die Zuschreibung des berühmten Schädels aus dem Museum für Hamburgische Geschichte wird damit hinfällig – er gehörte damit einem namenlosen Hingerichteten des Mittelalters. Den Piraten Klaus Störtebeker hat es nach diesen neuen Erkenntnissen vermutlich gar nicht gegeben.

(Der Schädel eines in Hamburg      (Störtebeker Denkmal auf dem Hamburger
um 1400 Hingerichtetem, ent-        Grasbrook, dem vermutetem Hinrichtungsplatz)
Hingerichtetem, entdeckt 1878
beim Bau der Speicherstadt auf
dem Grasbrook)
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