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24.10.2013 10:00:13
Hut ab und meine vollste Hochachtung. Eine sehr informative und gelungene Seite.
alentuatt
14.02.2013 16:47:23
Super Seite. Vielen Dank.
06.11.2012 11:02:09
Nun bin ich gespannt wie mir deine Seite gefällt...
Annette
28.09.2012 21:24:33
Sehr schön gemacht. Die WebCam gefällt mir besonders
08.09.2012 17:59:22
tolle seite Wink
Rund um Neustadt

Bauwerke rund um Neustadt

1. Sierksdorf - Aussichtsturm "Alte Liebe"
2. Gömnitzer Berg - Gömnitzer Turm "Major"
3. Hasselburg - Gut Hasselburg

4. Sierhagen - Gut Sierhagen
5. Brodau - Gut Brodau
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1. Aussichtsturm "Alte Liebe" in Sierksdorf
(Entfernung zu Neustadt ca. 9 km)

Eine "Alte Liebe" voller Geheimnisse

Am 19. Mai erschien auf Facebook, in der Gruppe "Du lebst schon lange
in Neustadt, wenn", die Ablichtung einer Postkarte aus dem Jahre 1905.
Darauf abgebildet ein Gedenkstein und im Hintergrund ein steinerner Turm.

Viele Kommentare folgten auf dieses Foto, viele Informationen wurden ge-
sammelt. Allerdings stockte es beim Ergebnis, da das Internet bei der
normalen Suche nicht wirklich
viele Ergebnisse preisgab.

Peter Lorenz, ebenfalls Mitglied dieser Gruppe und ebenfalls historisch sehr
interessiert, wollte diesen Umstand nicht auf sich beruhen lassen und begann
mit seinen Nachforschungen.

Zunächst beschränkten sich seine Nachforschungen auch nur auf das Internet,
jedoch ging Peter Lorenz mehr ins Detail und suchte nach speziellen Seiten.
Historische Bauten, Chroniken zur Örtlichkeit und so weiter.

Irgendwann kam es ihm dann in den Sinn, den Ort einfach einmal aufzusuchen
und sich selbst ein genaueres Bild zu machen. Hier kamen nun die ersten kleinen
Erfolge ans Tageslicht. Am Turm und auf dem Gedenkstein sind Jahreszahlen und
Initialien aufgetaucht, die eine weitere und tiefgründigere Recherche möglich
machte.

Es handelt sich um das Erbauungsjahr des Turmes (1889) mit Familienwappen,
auf dem Gedenkstein die Inschrift "In Gedenken an die Eltern 1865" und die Initialen
eines  A. V. C. v. Graefe. ( Auf der Abbildung des Steines steht das Jahr 1899, dieses
ist aber laut Rückmeldung der Familie von Graefe nicht korrekt und wird auf 1889
korrigiert. Es besteht die Möglichkeit, dass hier fälschlich nachgebessert oder
restauriert wurde.)

Anhand dieser Informationen gelang es nun, den Familienstammbaum der von
Graefes bis ins 18. Jahrhundert chronologisch und mit Ehefrauen und Kindern
nachzustellen. Weiterhin suchte Peter Lorenz die heutigen Inhaber des Grund-
stückes auf dem der Turm steht auf und erhielt die Erlaubnis, dort zu fotografieren
und weiter nachzuforschen.

Auf dem Grundstück stehen Wohnhäuser, an dessen Fassaden Jahrestafeln
eingebaut sind.

V.v.G. 1868 und A.v.G. 1895. Mit diesen neuen Hinweisen konnte
man nun anhand der Stammbaumgeschichte den Werdegang der Liegenschaft
nachvollziehen.

V.v.G. ist Viktor von Graefe. Dieser war Seefahrer und Reeder, lebte von 1826 -
1889 und war seit 1856 mit Emilie Bahre, der Tochter seines früheren Arbeitgebers,
ein Reeder aus Hamburg, verheiratet. Insgesamt hatte das Paar 3 Kinder, wovon 2
in frühen Jahren starben. Der Jüngste, Albrecht von Graefe, lebte ebenfalls mit auf
dem Hof, blieb ohne Kinder und war der Erbe des Hofes in Sierksdorf. Viktor von
Graefe gehörte zu dem bekannten Familienstamm der von Graefe, welche sehr
große Anerkennung im Bereich der Augenheil-kunde erfuhren und Zare, Könige und
Kaiser behandelten.


Der Turm "Alte Liebe" trägt die Jahreszahl 1889. Hierbei handelt es sich um das
Sterbejahr des Vaters Viktor von Graefe. Ob dieser den Turmbau begonnen hatte
und sein Sohn Viktor den Bau vollendete oder der Sohn ihn komplett errichten ließ
ist noch unklar.

Auf dem Gedenkstein mit der Aufschrift " In Gedenken an die Eltern 1865" wird mit
sehr großer Wahrscheinlichkeit auf das Kaufdatum des Hofes hingewiesen. Im Laufe
der damaligen Jahre entstanden dann entweder die Neu- oder Umbauten der Wohn-
häuser mit den Jahreszahlen.


Die Geschichte um Albrecht Viktor Carl von Graefe endete, laut Angaben der
Familie, etwa im Jahr 1922/1923. Diese Zeitangabe wird auch angenommen als
Übergabedatum der Hofliegenschaft an die adelige Familie von Ahlefeldt-Dehn. Ob
gekauft, über Legate oder auf andere Wege ist ebenfalls unklar. Die Freiin Bertha
von Ahlefeldt-Dehn verkaufte letztlich den Hof im Jahre 1938 an Detlef Ploen, des-
sen Nachfarhen noch heute Besitzer des Hofes sind.


Während dieser Recherchen hatte Peter Lorenz telefonischen Kontakt zu einem
noch lebenden Nachfahren, einem Arzt aus Hamburg. Weiterhin suchte er einen
weiteren Familien-besitz in Goldebee in Mecklenburg-Vorpommern auf. Hier erfuhr
er auch, dass die Geschichte in M.-V. nichts mit der Liegenschaft in Sierksdorf zu
tun hat.

Auch bekam er hier den Hinweis auf die noch lebenden Personen und nahm letztlich
Kontakt via Email bis in die Schweiz auf.

Die eingegangenen Antworten führten abschließend zu dem hiesigen Ergebnis. Es
kam zusätzlich noch heraus, dass in "unserem" Museum ein Schiffsmodell der
"Carl von Graefe" steht, welches der damalige Seefahrer Viktor von Graefe im
Original erbauen ließ, es zu Ehren seines Vaters so benannte und damit sogar bis
nach China fuhr.

Auch die Kirche in Süsel soll ein Fensterbild mit dem Familienwappen der von Graefe
haben, welches von der Familie von Graefe gestiftet wurde.

Man sieht also, dass alles irgendwie auch in Verbindung zu Neustadt steht und ich
möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Peter Lorenz aus Neustadt be-
danken, der diese Recherchen und Ergebnisse erst möglich machte. Er merkte auch
an, dass es für ihn selbstverständlich sei, dieses Stück Geschichte der Öffentlichkeit
frei zugänglich zu machen und wählte dazu diese Homepage aus. Vielen Dank!



(Bildquelle: Facebook - Verlassene Orte in Schleswig-Holstein)

Eckdaten:
  • 1889 wurde der Aussichtsturm aus Feldsteinen erbaut.
  • Höhe 12 m
  • Der Turm ist im Inneren total entkernt.
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2. Der "Major" vom Gömnitzer Berg
(Entfernung zu Neustadt ca. 6 km)

Der Gömnitzer Turm (auch als "Major" bezeichnet) ist ein ehemaliges Seezeichen auf
der Spitze des 93,80 m hohen Gömnitzer Berges in der Nähe des Dorfes Gömnitz.

Geologisch handelt es sich um eine für die Holsteinische Schweiz typische eiszeitliche
Endmoräne des Baltischen Landrückens und ist nach dem Bungsberg und dem Weiber-
berg
die dritthöchste Erhebung im Kreis Ostholstein. Sie gewährt ebenso wie diese
einen weiten Blick in die umgebende Landschaft der Holsteinischen Schweiz und der
Lübecker Bucht.

Auf der Spitze des Gömnitzer Berges stand bis 1815 ein großer Baum (Eiche o. Buche)
-"Major" genannt -, der den Schiffen in der Lübecker Bucht zur Findung des Weges nach
Lübeck als Landmarke diente. Dieser Baum wurde durch einen Blitzschlag bzw. einen
Sturm zerstört.

Da diese Landmarke den Seeleuten zur Orientierung fehlte, wurde durch die Travemünder
Lotsenkommandantur der Oldenburger Herzog - der Landesherr des damaligen Fürstentum
Lübeck - um die Errichtung eines künstlichen Seezeichens nachgesucht.

Es handelt sich um eine runde ca. 8 m hohe (30 Fuß), aus Backsteinen auf einem Fun-
dament aus Feldsteinen gemauerte Säule mit einem Durchmesser von ca. 2 m. Die Spitze
des Turmes ist mit behauenen Natursteinen gedeckt. Unterhalb der Spitze des Turmes
befinden sich vier kleine Öffnungen (Lichtschächte) - jeweils zwei gegenüberliegende ovale
Öffnungen und zwei Fenster. Der Turm ist über einen Eingang zugänglich - im Innern führt
eine 41-stufige Wendeltreppe zur Spitze.

Der Turm steht auf einem ovalen, durch Feldsteinen gestützten und durch einen Zaun be-
grenzten Plateau inmitten einer Wiese.

Gleichzeitig ist der Turm das Wappen der Gemeinde Süsel.

Eckdaten:

  • 1826 wurde der Bau des Seezeichens genehmigt.
  • 1826/1827 erfolgte der Bau des Turmes.
  • die gedachte Linie zwischen der Mündung der Harkenbäk und dem Gömnitzer Turm
    stellt die nordöstliche Grenze des Fischereihoheitsgebiets Lübecks dar
  • 1961 wurde durch das Wasser- und Schifffahrtsamt der Abriss beabsichtigt
  • Am 24. März 1969 wurde der Turm als Kulturdenkmal "Rundturm (Seezeichen) um
    1828 auf dem Gömnitzer Berg" unter Denkmalschutz gestellt.
  • 1982 erfolgte eine Sanierung
  • 1990 erfolgte eine erneute Restaurierung.
  • Seit Mitte 1993 ist der Turm als Aussichtsturm geöffnet


(Quelle: Wikipedia)
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2. Sierksdorf - Aussichtsturm "Alte Liebe"

(Entfernung zu Neustadt ca. 9 km)

.................... nähere Informationen folgen demnächst.
Diese Beschreibung wird erst nach der Veröffentlichung in der Zeitung zu
sehen sein.

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3. Gut Hasselburg

(Entfernung zu Neustadt ca. 5,5 km)

Das Gut gründet auf einem befestigten Herrensitz des späten Mittelalters. Das Herrenhaus war
ursprünglich ein für Holstein typisches, von Wassergräben umgebenes Doppelhaus, welches im
18. Jahrhundert weitgehend durch einen barocken Um- und Neubau ersetzt wurde. Das Herren-
haus ist ein zweistöckiger und neunachsiger Bau mit einem Walmdach und einem übergiebelten
Mittelrisalit. Mit seiner festlichen Halle und illusionistischen Deckenmalereien gilt es als bedeuten-
des Zeugnis der Raumkunst in Schleswig-Holstein. Dem Herrenhaus zur Seite gestellt sind zwei
frühere Kavaliershäuser, die gemeinsam mit dem Hauptbau einen nahezu schlossartigen Ehren-
hof bilden.

Dem Ensemble aus Herrenhaus und Nebengebäude steht ein großer Wirtschaftshof gegenüber.
Die ehemalige Scheune, eine der größten, reetgedeckten und gut erhaltenen im Lande dient
heute der Kultur, vor allem großen Konzerten als Veranstaltungsort. Zu nennen ist hierbei das
Schleswig-Holstein Musik Festival welches jährlich auch auf dem Gut Hasselburg ausgetragen
wird.

Das große Torhaus von 1763 wurde nach Entwürfen Georg Greggenhofers errichtet. Es ist eines
der größten Torhäuser in Schleswig-Holstein und diente als Vorbild für das Torhaus auf dem
Gut Testorf.

Das Gut ist Eigentum der Stahlberg Stiftung. Das Herrenhaus ist verpachtet an die bekannte
Hörspiel-Regisseurin Heikedine Körting-Beurmann und ihren Mann Andreas Beurmann.


(Quelle: Wikipedia)
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4. Gut Sierhagen

(Entfernung zu Neustadt ca. 7 km)

Das Gut Sierhagen, ursprünglich die wendische Adelsburg Syra, bzw. Zyra, ist ein Gut in der
Gemeinde Altenkrempe bei Neustadt (Holstein) in der Neustädter Bucht. Die erste Erwähnung
von Sierhagen (Syra) erfolgte im 12. Jahrhundert.

Um 1304 war Syra im Besitz von Volrad und seinen Brüdern aus dem Geschlecht der Syra. Um
1316 heißt es in einer Lübecker Urkunde, dass die „Feste Syraa“ im Besitz der „mächtigen Ritter
Marquard und Eccard von Westensee“ sei, die durch ein von Gerhard III. zugeteiltes Lehen auch
im Besitz von Grömitz, Körnik und dem halben Schlammin (Stamm der Edlen vom Westensee,
altes führendes Geschlecht der Holsaten, mit einem Eichhörnchen im Wappen) waren.

Vom Mittelalter bis über die Mitte des 17. Jahrhunderts hinaus war Gut Sierhagen mit kleineren
Unterbrechungen im Besitz der schleswig-holsteinischen Adelsfamilie Buchwaldt. 1666 waren die
Grafen Dernath für zwei Generationen Herren auf Sierhagen. Ihnen folgte das Adelsgeschlecht
Brockdorff nach. 1765 erwarb Wulf Heinrich von Thienen Sierhagen, der es später an die Plessen
(später Scheel von Plessen oder Scheel-Plessen) vererbte, in deren Besitz es seit 1809 ist. Auf
dem Gut wurden Carl von Scheel-Plessen und Victor Baron von Plessen geboren.

Die Gutsanlage besteht aus einem rechteckigen, von Wassergräben umgebenen Hof von ca.
100 m × 50 m, der von vier Gebäuden umstanden ist und im Südwesten und Osten durch Torhäuser
(von 1738 bzw. 1857) zugänglich ist. Im Südosten der Anlage befindet sich, leicht abgesetzt von den
Hofgebäuden das klassizistische Herrenhaus – ein rechteckiger, dreigeschossiger Bau mit einem ge-
gliederten Walmdach und zentralem Giebel. Bei dem Herrenhaus handelte es sich ursprünglich um ein
für Holstein typisches Doppelhaus, das 1825 unter dem Hamburger Architekten Alexis de Chateauneuf
in klassizistischem Stil umgebaut wurde. Die für den Gutsbetrieb erforderlichen Scheunen befinden
sich außerhalb des eigentlichen Hofgeländes und wurden um 1880 gebaut.

Das Gut Sierhagen umfasst eine Fläche von etwa 1.650 Hektar und wird von Carl Graf von Scheel-
Plessen und seinem Sohn Carl-Christian von Scheel-Plessen geführt.[1] Die Anlage steht der Öffentlich-
keit nicht zur Verfügung, ist jedoch gelegentlich Schauplatz von verschiedenen öffentlichen
Veranstaltungen. Der außerhalb des Gutsgeländes gelegene Eisberg bei Sierhagen ist ein jungstein-
zeitlicher Grabhügel.

Gut Sierhagen war die Kulisse der Verfilmung des Romans Jauche und Levkojen von Christine Brückner
aus dem Jahr 1978.


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5. Gut Brodau

(Entfernung zu Neustadt ca. 8 km)

Das 1526 von Heinrich von Rantzau , gegründete Anwesen liegt gut geschützt auf einer natürlichen Insel
in einem wassergrabenähnlichen kleinen See und ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Über
einen Damm und durch ein schönes Torhaus gelangt man auf den ehrwürdigen Gutshof. Das Herrenhaus
präsentiert sich als eindrucksvoller Fachwerkbau von 1585. Außergewöhnlich ist ein fast 70 m langer
Fachwerkspeicher, erbaut um das Jahr 1600. Er gilt als einer der schönsten landwirtschaftlichen Zweck-
bauten Ostholsteins. Die Stirnseite zeigt in den Gefachen originelle Steinsetzungen, formschön geschnitzte
Halbkreisrosetten und verzierte Stützbalken, Knaggen genannt. Noch heute wird das Gut bewirtschaftet
und ist aus diesem Grunde leider nicht zu besichtigen. Zudem zählt es zu den ältesten Gutshöfen in
Schleswig-Holstein.

Bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft waren die Schashagener hier hofdienstpflichtig.


(Bildquelle: Academic ; Textquelle: PDF über Grömitz)
 
 
 
 
 
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