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23.11.2017 10:27:11
Grin
24.10.2013 10:00:13
Hut ab und meine vollste Hochachtung. Eine sehr informative und gelungene Seite.
alentuatt
14.02.2013 16:47:23
Super Seite. Vielen Dank.
06.11.2012 11:02:09
Nun bin ich gespannt wie mir deine Seite gefällt...
Annette
28.09.2012 21:24:33
Sehr schön gemacht. Die WebCam gefällt mir besonders
Bauwerke rund um Neustadt

Bauwerke rund um Neustadt

1. Sierksdorf - Aussichtsturm "Alte Liebe"
2. Gömnitzer Berg - Gömnitzer Turm "Major"
3. Hasselburg - Gut Hasselburg

4. Sierhagen - Gut Sierhagen
5. Brodau - Gut Brodau
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1. Aussichtsturm "Alte Liebe" in Sierksdorf
(Entfernung zu Neustadt ca. 9 km)

Eine "Alte Liebe" voller Geheimnisse

Am 19. Mai erschien auf Facebook, in der Gruppe "Du lebst schon lange in Neustadt, wenn", die Ablichtung einer Post-
karte aus dem Jahre 1905. Darauf abgebildet ein Gedenkstein und im Hintergrund ein steinerner Turm.

Viele Kommentare folgten auf dieses Foto, viele Informationen wurden gesammelt. Allerdings stockte es beim Ergebnis,
da das Internet bei der normalen Suche nicht wirklich
viele Ergebnisse preisgab.

Peter Lorenz, ebenfalls Mitglied dieser Gruppe und ebenfalls historisch sehr interessiert, wollte diesen Umstand nicht auf
sich beruhen lassen und begann mit seinen Nachforschungen.

Zunächst beschränkten sich seine Nachforschungen auch nur auf das Internet, jedoch ging Peter Lorenz mehr ins Detail
und suchte nach speziellen Seiten. Historische Bauten, Chroniken zur Örtlichkeit und so weiter. Irgendwann kam es ihm
dann in den Sinn, den Ort einfach einmal aufzusuchen und sich selbst ein genaueres Bild zu machen. Hier kamen nun die
ersten kleinen Erfolge ans Tageslicht. Am Turm und auf dem Gedenkstein sind Jahreszahlen und Initialien aufgetaucht, die
eine weitere und tiefgründigere Recherche möglich machte.
Es handelt sich um das Erbauungsjahr des Turmes (1889) mit
Familienwappen, auf dem Gedenkstein die Inschrift "In Gedenken an die Eltern 1865" und die Initialen eines 
A. V. C. v. Graefe. ( Auf der Abbildung des Steines steht das Jahr 1899, dieses ist aber laut Rückmeldung der Familie von
Graefe nicht korrekt und wird auf 1889 korrigiert. Es besteht die Möglichkeit, dass hier fälschlich nachgebessert oder
restauriert wurde.)

Anhand dieser Informationen gelang es nun, den Familienstammbaum der von Graefes bis ins 18. Jahrhundert chronolo-
gisch und mit Ehefrauen und Kindern nachzustellen. Weiterhin suchte Peter Lorenz die heutigen Inhaber des Grundstückes
auf dem der Turm steht auf und erhielt die Erlaubnis, dort zu fotografieren und weiter nachzuforschen.

Auf dem Grundstück stehen Wohnhäuser, an dessen Fassaden Jahrestafeln eingebaut sind. V.v.G. 1868 und A.v.G. 1895.
Mit diesen neuen Hinweisen konnte man nun anhand der Stammbaumgeschichte den Werdegang der Liegenschaft nach-
vollziehen.

V.v.G. ist Viktor von Graefe. Dieser war Seefahrer und Reeder, lebte von 1826 - 1889 und war seit 1856 mit Emilie
Bahre, der Tochter seines früheren Arbeitgebers, ein Reeder aus Hamburg, verheiratet. Das Paar hatte drei Kinder,
wovon 2 Kinder in frühen Jahren starben. Der Jüngste, Albrecht von Graefe, lebte ebenfalls mit auf dem Hof, blieb ohne
Kinder und war der Erbe des Hofes in Sierksdorf. Viktor von Graefe gehörte zu dem bekannten Familienstamm der von
Graefe, welche sehr große Anerkennung im Bereich der Augenheilkunde erfuhren und Zare, Könige und Kaiser behandelten.


Der Turm "Alte Liebe" trägt die Jahreszahl 1889. Hierbei handelt es sich um das Sterbejahr des Vaters Viktor von Graefe.
Ob dieser den Turmbau begonnen hatte und sein Sohn Viktor den Bau vollendete oder der Sohn ihn komplett errichten
ließ ist noch unklar.

Auf dem Gedenkstein mit der Aufschrift " In Gedenken an die Eltern 1865" wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf
das Kaufdatum des Hofes hingewiesen. Im Laufe der damaligen Jahre entstanden dann entweder die Neu- oder Umbau-
ten der Wohnhäuser mit den Jahreszahlen.


Die Geschichte um Albrecht Viktor Carl von Graefe endete, laut Angaben der Familie, etwa im Jahr 1922/1923. Diese
Zeitangabe wird auch angenommen als Übergabedatum der Hofliegenschaft an die adelige Familie von Ahlefeldt-Dehn.
Ob gekauft, über Legate oder auf andere Wege ist ebenfalls unklar. Die Freiin Bertha von Ahlefeldt-Dehn verkaufte letzt-
lich den Hof im Jahre 1938 an Detlef Ploen, dessen Nachfarhen noch heute Besitzer des Hofes sind.


Während dieser Recherchen hatte Peter Lorenz telefonischen Kontakt zu einem noch lebenden Nachfahren, einem Arzt
aus Hamburg. Weiterhin suchte er einen weiteren Familien-besitz in Goldebee in Mecklenburg-Vorpommern auf. Hier er-
fuhr er auch, dass die Geschichte in M.-V. nichts mit der Liegenschaft in Sierksdorf zu tun hat.

Auch bekam er hier den Hinweis auf die noch lebenden Personen und nahm letztlich Kontakt via Email bis in die Schweiz
auf.
Die eingegangenen Antworten führten abschließend zu dem hiesigen Ergebnis. Es kam zusätzlich noch heraus, dass
in "unserem" Museum ein Schiffsmodell der "Carl von Graefe" steht, welches der damalige Seefahrer Viktor von Graefe
im Original erbauen ließ, es zu Ehren seines Vaters so benannte und damit sogar bis nach China fuhr. Auch die Kirche in
Süsel soll ein Fensterbild mit dem Familienwappen der von Graefe haben, welches von der Familie von Graefe gestiftet
wurde.

Man sieht also, dass alles irgendwie auch in Verbindung zu Neustadt steht und ich möchte mich
an dieser Stelle ganz herzlich bei Peter Lorenz aus Neustadt bedanken, der diese Recherchen
und Ergebnisse erst möglich machte. Er merkte auch an, dass es für ihn selbstverständlich sei,
dieses Stück Geschichte der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen und wählte dazu diese
Homepage aus. Vielen Dank!



(Bildquelle: Peter Lorenz)

Eckdaten:
  • 1889 wurde der Aussichtsturm aus Feldsteinen erbaut.
  • Höhe 12 m
  • Der Turm ist im Inneren total entkernt.
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2. Der "Major" vom Gömnitzer Berg
(Entfernung zu Neustadt ca. 6 km)

Der Gömnitzer Turm (auch als "Major" bezeichnet) ist ein ehemaliges Seezeichen auf der Spitze des 93,80 m hohen
Gömnitzer Berges in der Nähe des Dorfes Gömnitz.

Geologisch handelt es sich um eine für die Holsteinische Schweiz typische eiszeitliche Endmoräne des Baltischen Land-
rückens und ist nach dem Bungsberg und dem Weiberberg die dritthöchste Erhebung im Kreis Ostholstein. Sie gewährt
ebenso wie diese einen weiten Blick in die umgebende Landschaft der Holsteinischen Schweiz und der Lübecker Bucht.

Auf der Spitze des Gömnitzer Berges stand bis 1815 ein großer Baum (Eiche o. Buche) -"Major" genannt -, der den
Schiffen in der Lübecker Bucht zur Findung des Weges nach Lübeck als Landmarke diente. Dieser Baum wurde durch
einen Blitzschlag bzw. einen Sturm zerstört.

Da diese Landmarke den Seeleuten zur Orientierung fehlte, wurde durch die Travemünder Lotsenkommandantur der
Oldenburger Herzog - der Landesherr des damaligen Fürstentum Lübeck - um die Errichtung eines künstlichen See-
zeichens nachgesucht.

Es handelt sich um eine runde ca. 8 m hohe (30 Fuß), aus Backsteinen auf einem Fundament aus Feldsteinen gemauerte
Säule mit einem Durchmesser von ca. 2 m. Die Spitze des Turmes ist mit behauenen Natursteinen gedeckt. Unterhalb
der Spitze des Turmes befinden sich vier kleine Öffnungen (Lichtschächte) - jeweils zwei gegenüberliegende ovale
Öffnungen und zwei Fenster. Der Turm ist über einen Eingang zugänglich - im Innern führt eine 41-stufige Wendeltreppe
zur Spitze.

Der Turm steht auf einem ovalen, durch Feldsteinen gestützten und durch einen Zaun begrenzten Plateau inmitten einer
Wiese. Gleichzeitig ist der Turm das Wappen der Gemeinde Süsel.

Eckdaten:

  • 1826 wurde der Bau des Seezeichens genehmigt.
  • 1826/1827 erfolgte der Bau des Turmes.
  • die gedachte Linie zwischen der Mündung der Harkenbäk und dem Gömnitzer Turm
    stellt die nordöstliche Grenze des Fischereihoheitsgebiets Lübecks dar
  • 1961 wurde durch das Wasser- und Schifffahrtsamt der Abriss beabsichtigt
  • Am 24. März 1969 wurde der Turm als Kulturdenkmal "Rundturm (Seezeichen) um
    1828 auf dem Gömnitzer Berg" unter Denkmalschutz gestellt.
  • 1982 erfolgte eine Sanierung
  • 1990 erfolgte eine erneute Restaurierung.
  • Seit Mitte 1993 ist der Turm als Aussichtsturm geöffnet


(Quelle: Wikipedia)
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3. Gut Hasselburg

(Entfernung zu Neustadt ca. 5,5 km)

Das Gut gründet auf einem befestigten Herrensitz des späten Mittelalters. Das Herrenhaus war ursprünglich ein für Hol-
stein typisches, von Wassergräben umgebenes Doppelhaus, welches im 18. Jahrhundert weitgehend durch einen
barocken Um- und Neubau ersetzt wurde. Das Herrenhaus ist ein zweistöckiger und neunachsiger Bau mit einem
Walmdach und einem übergiebelten Mittelrisalit. Mit seiner festlichen Halle und illusionistischen Deckenmalereien gilt es
als bedeutendes Zeugnis der Raumkunst in Schleswig-Holstein. Dem Herrenhaus zur Seite gestellt sind zwei frühere
Kavaliershäuser, die gemeinsam mit dem Hauptbau einen nahezu schlossartigen Ehrenhof bilden.

Dem Ensemble aus Herrenhaus und Nebengebäude steht ein großer Wirtschaftshof gegenüber. Die ehemalige Scheune,
eine der größten, reetgedeckten und gut erhaltenen im Lande dient heute der Kultur, vor allem großen Konzerten als
Veranstaltungsort. Zu nennen ist hierbei das Schleswig-Holstein Musik Festival welches jährlich auch auf dem Gut
Hasselburg ausgetragen wird.

Das große Torhaus von 1763 wurde nach Entwürfen Georg Greggenhofers errichtet. Es ist eines der größten Torhäuser
in Schleswig-Holstein und diente als Vorbild für das Torhaus auf dem Gut Testorf.

Das Gut ist Eigentum der Stahlberg Stiftung. Das Herrenhaus ist verpachtet an die bekannte Hörspiel-Regisseurin
Heikedine Körting-Beurmann und ihren Mann Andreas Beurmann.


(Quelle: Wikipedia)
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4. Gut Sierhagen

(Entfernung zu Neustadt ca. 7 km)

Das Gut Sierhagen, ursprünglich die wendische Adelsburg Syra, bzw. Zyra, ist ein Gut in der Gemeinde Altenkrempe bei
Neustadt (Holstein) in der Neustädter Bucht. Die erste Erwähnung von Sierhagen (Syra) erfolgte im 12. Jahrhundert.

Um 1304 war Syra im Besitz von Volrad und seinen Brüdern aus dem Geschlecht der Syra. Um 1316 heißt es in einer
Lübecker Urkunde, dass die „Feste Syraa“ im Besitz der „mächtigen Ritter Marquard und Eccard von Westensee“ sei, die
durch ein von Gerhard III. zugeteiltes Lehen auch im Besitz von Grömitz, Körnik und dem halben Schlammin (Stamm der
Edlen vom Westensee, altes führendes Geschlecht der Holsaten, mit einem Eichhörnchen im Wappen) waren.

Vom Mittelalter bis über die Mitte des 17. Jahrhunderts hinaus war Gut Sierhagen mit kleineren Unterbrechungen im
Besitz der schleswig-holsteinischen Adelsfamilie Buchwaldt. 1666 waren die Grafen Dernath für zwei Generationen Herren
auf Sierhagen. Ihnen folgte das Adelsgeschlecht Brockdorff nach. 1765 erwarb Wulf Heinrich von Thienen Sierhagen, der
es später an die Plessen (später Scheel von Plessen oder Scheel-Plessen) vererbte, in deren Besitz es seit 1809 ist. Auf
dem Gut wurden Carl von Scheel-Plessen und Victor Baron von Plessen geboren.

Die Gutsanlage besteht aus einem rechteckigen, von Wassergräben umgebenen Hof von ca. 100 m × 50 m, der von vier
Gebäuden umstanden ist und im Südwesten und Osten durch Torhäuser (von 1738 bzw. 1857) zugänglich ist. Im Süd-
osten der Anlage befindet sich, leicht abgesetzt von den Hofgebäuden das klassizistische Herrenhaus – ein rechteckiger,
dreigeschossiger Bau mit einem gegliederten Walmdach und zentralem Giebel. Bei dem Herrenhaus handelte es sich ur-
sprünglich um ein für Holstein typisches Doppelhaus, das 1825 unter dem Hamburger Architekten Alexis de Chateauneuf
in klassizistischem Stil umgebaut wurde. Die für den Gutsbetrieb erforderlichen Scheunen befinden sich außerhalb des
eigentlichen Hofgeländes und wurden um 1880 gebaut.

Das Gut Sierhagen umfasst eine Fläche von etwa 1.650 Hektar und wird von Carl Graf von Scheel-Plessen und seinem
Sohn Carl-Christian von Scheel-Plessen geführt.[1] Die Anlage steht der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung, ist jedoch
gelegentlich Schauplatz von verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen. Der außerhalb des Gutsgeländes gelegene
Eisberg bei Sierhagen ist ein jungsteinzeitlicher Grabhügel.

Gut Sierhagen war die Kulisse der Verfilmung des Romans Jauche und Levkojen von Christine Brückner aus dem
Jahr 1978.

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5. Gut Brodau

(Entfernung zu Neustadt ca. 8 km)

Das 1526 von Heinrich von Rantzau , gegründete Anwesen liegt gut geschützt auf einer natürlichen Insel in einem wasser-
grabenähnlichen kleinen See und ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Über einen Damm und durch ein
schönes Torhaus gelangt man auf den ehrwürdigen Gutshof. Das Herrenhaus präsentiert sich als eindrucksvoller Fach-
werkbau von 1585. Außergewöhnlich ist ein fast 70 m langer Fachwerkspeicher, erbaut um das Jahr 1600. Er gilt als einer
der schönsten landwirtschaftlichen Zweckbauten Ostholsteins. Die Stirnseite zeigt in den Gefachen originelle Stein-
setzungen, formschön geschnitzte Halbkreisrosetten und verzierte Stützbalken, Knaggen genannt. Noch heute wird das
Gut bewirtschaftet und ist aus diesem Grunde leider nicht zu besichtigen. Zudem zählt es zu den ältesten Gutshöfen in
Schleswig-Holstein.

Bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft waren die Schashagener hier hofdienstpflichtig.


(Bildquelle: Academic ; Textquelle: PDF über Grömitz)
 
 
 
 
 

 

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